Entwicklung
Kommunikationstraining
Wir üben schwierige Gespräche an Ihren realen Fällen, bis sich das Verhalten im Gespräch ändert.
Das Problem
Die Gespräche, auf die es ankommt, sind unangenehm: einer Mitarbeiterin sagen, dass ihre Arbeit nicht ausreicht. Eine Beförderung absagen. Einen Kollegen darauf ansprechen, dass er Zusagen nicht einhält. Zwischen zwei Personen vermitteln, die seit Monaten nicht mehr miteinander reden.
Diese Gespräche werden selten schlecht geführt. Sie werden meistens gar nicht geführt. Man verschiebt sie, verpackt sie so vorsichtig, dass die Botschaft nicht ankommt, oder wartet, bis der Druck groß genug ist — und dann eskaliert es. Beides hat dieselbe Ursache: Niemand hat das je geübt.
Trainings zu diesem Thema bleiben oft auf der Theorieebene. Zwei Tage Modelle, Wahrnehmungsübungen, Foliensätze über aktives Zuhören. Die Teilnehmenden können anschließend Modelle benennen. Ihr Verhalten im nächsten schwierigen Gespräch ist unverändert, weil sie kein einziges geführt haben.
Unser Vorgehen
Wir arbeiten mit Ihren Fällen, nicht mit erfundenen. Zwei Wochen vorher benennt jede teilnehmende Person zwei reale Gespräche: eines, das ansteht, und eines, das schiefgegangen ist. Daraus bauen wir die Übungen. Namen bleiben draußen, die Situation nicht.
Ein Training dauert zwei Tage, mit sechs bis zehn Personen. Ab acht Teilnehmenden sind wir zu zweit, sonst wartet die halbe Gruppe.
- Kurzer Input, dann sofort üben. Etwa ein Viertel der Zeit erklären wir, was in schwierigen Gesprächen typischerweise passiert. Den Rest der Zeit wird gesprochen.
- Dreiergruppen mit wechselnden Rollen. Eine Person führt, eine spielt das Gegenüber, eine beobachtet anhand vorher festgelegter Merkmale. Beobachtung ohne Kriterien produziert nur Meinungen.
- Mehrere Durchgänge derselben Situation. Der erste Versuch ist Diagnose, nicht Ergebnis. Erst im dritten Durchgang verändert sich etwas.
- Steigender Schwierigkeitsgrad. Das Gegenüber reagiert zunehmend schwieriger — mit Rückzug, mit Gegenangriff, mit Tränen. Wer das nur in der freundlichen Variante geübt hat, hat nichts geübt.
Wir geben keine Gesprächsskripte aus. Sätze, die für uns funktionieren, wirken bei Ihnen aufgesetzt. Wir arbeiten an Verhaltensmerkmalen: wann Sie zur Sache kommen, wie lange Sie Widerspruch aushalten, woran Sie merken, dass das Gegenüber aussteigt.
Ergebnis und Nutzen
Die Teilnehmenden haben nach zwei Tagen jeweils vier bis sechs schwierige Gespräche geführt, mit Rückmeldung nach jedem einzelnen. Sie kennen zwei bis drei Punkte, an denen ihr eigenes Verhalten das Gespräch regelmäßig kippen lässt — und sie haben die Alternative ausprobiert, nicht nur gehört.
Für Sie als Organisation zeigt sich der Nutzen an anderer Stelle: Kritische Themen werden früher angesprochen, solange sie noch klein sind. Der teuerste Teil eines Konflikts entsteht in den Monaten, in denen niemand ihn benennt.
Nach vier bis sechs Wochen bieten wir einen Nachtermin von 90 Minuten an. Was wurde tatsächlich geführt, was nicht, woran lag es. Ohne diesen Termin bleibt vieles bei der guten Absicht.
Für wen geeignet
Geeignet für Führungskräfte, die regelmäßig Leistungs-, Feedback- oder Konfliktgespräche führen, für Projektleitungen ohne disziplinarische Weisung, für Personen an Schnittstellen mit hohem Abstimmungsbedarf und für HR-Rollen, die selbst schwierige Botschaften überbringen.
Nicht geeignet bei einem laufenden, eskalierten Konflikt zwischen konkreten Personen. Dann brauchen Sie eine Klärung mit den Beteiligten, nicht eine Gruppe, in der beide sitzen und Gesprächsführung üben.
Nicht geeignet auch dann, wenn das vermeintliche Kommunikationsproblem in Wahrheit ein Rollenproblem ist. Wenn niemand weiß, wer entscheidet, reden alle aneinander vorbei — völlig unabhängig von ihrer Gesprächskompetenz. Das gehört in ein Team- & Rollentraining, oft nach einer vorgeschalteten Teamanalyse. Wir sagen Ihnen im Vorgespräch, wenn wir diesen Fall vermuten.
Häufige Fragen
Wie läuft ein Kommunikationstraining ab?
Zwei Tage, sechs bis zehn Personen. Etwa ein Viertel der Zeit Input, der Rest Üben an Fällen, die die Teilnehmenden selbst mitbringen. Jede Person führt mehrere Gespräche und bekommt jeweils Rückmeldung von der Gruppe und von uns.
Arbeiten Sie mit Videoaufnahmen?
Nur wenn alle Teilnehmenden zustimmen, und die Zustimmung kann jederzeit zurückgenommen werden. Die Aufnahmen bleiben im Raum, werden am Ende des Trainings gelöscht und gehen unter keinen Umständen an Sie als Auftraggeber.
Wir haben einen konkreten Konflikt im Team. Hilft ein Training?
Als erster Schritt nicht. In einem laufenden Konflikt üben die Beteiligten keine Gesprächsführung, sie führen den Konflikt weiter. Sinnvoller ist eine Klärung mit den Betroffenen, gegebenenfalls auf Basis einer Teamanalyse. Danach kann ein Training tragen.
Passt dazu
Klingt passend? Reden wir darüber.
Im Erstgespräch klären wir, ob Kommunikationstraining für Ihre Fragestellung das richtige Mittel ist — und sagen es Ihnen auch, wenn nicht.
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